Autobiographie

Er flucht leise und unverständlich vor sich hin. Nach einem letzten Zug an seiner Kippe, drückt er sie auf dem Tisch aus und wirft sie in Richtung Ka
eetasse. Knapp verfehlt er sie. Die Kippe rollt über den Tisch und fällt zu Boden. Er achtet nicht weiter darauf.
»Ich kann schreiben. Ihr werdet schon sehen.« Ohne den Blick vom Bildschirm zu wenden, tastet er nach der Packung. Sie ist leer. Er zerknüllt sie und wirft sie an die Wand. Er flucht laut, tippt weiter, wie wild, mit zwei Fingern. Er rauft sich die Haare, legt den Kopf zurück und schliesst für einen Moment die brennenden Augen.
»Ich kann schreiben. Wenn ihr wüsstet, wie beschissen mein Leben ist. Hundeleben. Ihr habt von nichts eine Ahnung. Von gar nichts.« Er lacht höhnisch, und tippt weiter.
Es ist dunkel im Zimmer. Nur die kleine Schirmlampe brennt.

Dann bricht langsam ein neuer Tag an.
»Meine Autobiographie.« Auf seinem Gesicht zeigt sich neben Erschöpfung Zufriedenheit. Es ist so still im Zimmer, dass er seinen Herzschlag hört.
»Es ist endlich vollbracht.« Er sagt es leise, fast ehrfurchtsvoll. Dann lehnt er sich zurück, atmet tief ein, ö
net die unterste rechte Schublade. Er nimmt die Knarre in die Hand. Das Metall fühlt sich kalt an. Er setzt sie an die Schläfe.
In diesem Moment kommt die Sonne hervor. Die ersten Strahlen tauchen das Zimmer in ein warmes Licht.. Er seufzt, legt die Knarre vor sich auf den Tisch und reibt sich die Augen. »So soll es doch nicht enden.« Es war mehr eine Feststellung denn eine Frage. Er klappt das Notebook zu, steht auf, zieht sich seine Jacke über.
»Ka
ee. Höchste Zeit« Er lächelt. Seit langem das erste Mal. Er schliesst die Tür, und schlägt den Kragen seiner Jacke hoch und macht sich auf den Weg.



Autobiographie (Original)

“Ihr blöden Wichser”, er zog gierig ein letztes Mal an seiner Kippe, und warf sie dann in Richtung Kaffeetasse.
“Ich kann schreiben. Ihr werdet schon sehen.”. Ohne den Blick vom Bildschirm zu wenden, tastete er nach der Packung. Sie war leer. Er zerknüllte sie und warf sie an die Wand.
"Scheisse!". Er tippte weiter, wie wild, mit zwei Fingern. “Ich kann das.” Er raufte sich die Haare.
“Ich kann schreiben. Wenn ihr wüsstet, wie beschissen mein Leben ist. Hundeleben. Ihr habt von nichts eine Ahnung. Von gar hichts.” Er lachte höhnisch, und tippte weiter.
Es war dunkel im Zimmer. Nur die kleine Schirmlampe brannte. Dann brach langsam ein neuer Tag an.
“Meine Autobiografie”.
Auf seinem Gesicht zeigte sich Zufriedenheit. Es war so still im Zimmer, dass er seinen Herzschlag hören konnte.
"Es ist endlich vollbracht.", sagte er leise, fast ehrfurchtsvoll.
Er lehnte sich zurück, atmete tief ein, griff in die rechte Schublade, holte seine Knarre hervor, entsicherte sie, setzte sie an die Schläfe, und drückte ab.